ARBORA

Pay Transparency · aus einem Praxisfall

48 Beschäftigte, 24 Stellen.
So sah das Ergebnis aus.

Anonymisiert und in den Zahlen verfremdet; die Struktur ist echt. Ausgangslage: gewachsene Einzelgehälter, kein Bewertungssystem, ein Geschäftsführer, der wissen wollte, ob es ein Problem gibt, bevor der Betriebsrat fragt.

Die Kennzahlen

Die Zahlen vor und nach der Bewertung.

19 %Gefälle im Grundgehalt, unbereinigt (Mittelwert). Die Zahl, die ein Auskunftsverlangen sichtbar macht.
4,6 %Gefälle innerhalb gleichwertiger Arbeit, nach Bewertung der 24 Stellen in 8 Vergleichsgruppen.
2 von 8Gruppen über der 5-%-Schwelle, beide erklärbar, beide vorher nicht dokumentiert.
3Einzelzusagen ohne Anker in der Systematik, etwa ein variabler Anteil von 30 % statt der üblichen 20 %.

Der Befund: Das Gefälle lag nicht in der Bewertung der Arbeit, sondern in der Verteilung über die Ebenen (Frauenanteil 46 % im untersten, 25 % im obersten Gehaltsviertel) und in drei Einzelzusagen. Das Ergebnis war keine Nachzahlung, sondern drei Entscheidungen der Geschäftsführung, eine Begründung je Gruppe und eine bestandene Generalprobe des Berichts. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Zahl und einer Erklärung.

Was daraus wurde

Drei Entscheidungen statt einer Nachzahlung.

Die beiden Gruppen über 5 % ließen sich erklären: Betriebszugehörigkeit und eine Schichtzulage, beides bis dahin nirgends dokumentiert. Die Geschäftsführung hat die Begründungen festgeschrieben, die drei Einzelzusagen ohne Anker in die Systematik überführt und für neue Stellen den Kriterienkatalog zur Pflicht gemacht.

Die Generalprobe des Berichts hat das Unternehmen danach mit Zahlen bestanden, die es selbst erklären kann. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Zahl und einer Erklärung.

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