ARBORA · Global Mobility · Systematik in Vorbereitung

Aus Einzelfällen wird eine Einsatz-Systematik.

Bei der Entgelttransparenz bewerten wir Stellen. Bei Global Mobility ordnen wir Einsätze: Dienstreise, Workation, Entsendung, Remote-Arbeit aus dem Ausland, internationale Neueinstellung. Dieselbe Arbeitsweise, dasselbe Netzwerk aus Partnerkanzleien und Spezialist:innen. In Vorbereitung.

Die ehrliche Antwort

Passt die ARBORA-Methode zu Global Mobility? Die Bewertung nicht. Die Systematik schon.

Die ARBORA-Methode im engen Sinn ist eine Stellenbewertung nach den vier Kriterien der Entgelttransparenzrichtlinie. Bei Auslandseinsätzen gibt es keine Stellen zu bewerten und keine Gleichwertigkeit zu begründen. Was sich überträgt, ist das, was die Methode trägt: aus Einzelfällen objektive Kriterien machen, daraus eine Systematik bauen, sie an echten Fällen kalibrieren und anwaltlich absichern.

Baustein
Pay Transparency
Global Mobility
Gegenstand
Stellen
Einsätze: Dienstreise, Workation, Entsendung, Remote aus dem Ausland, internationale Neueinstellung
Objektive Kriterien
Kompetenzen, Belastungen, Verantwortung, Arbeitsbedingungen
Dauer, Land, Tätigkeit, Arbeitgeberbindung, Sozialversicherung, Steuer, Aufenthaltsrecht, Meldepflichten
Ergebnis
Entgeltsystematik mit Begründungsakte
Einsatz-Matrix, Mobility-Richtlinie, Prüfordner
Wer prüft am Ende
Betriebsrat, Beschäftigte, Arbeitsgericht
Zoll (FKS), Rentenversicherung, Finanzamt, Ausländerbehörde
Rechtliche Prüfung
Partnerkanzleien im direkten Mandat, Festpreis
Partnerkanzleien und Spezialist:innen für Sozialversicherung, Steuer und Aufenthaltsrecht, je nach Fall, im direkten Mandat
Nicht übertragbar
—
Das Grading selbst, Vergleichsgruppen, der Entgeltbericht

Die Schnittstelle bleibt: Wer Beschäftigte über Grenzen einsetzt, muss wissen, in welche Vergleichsgruppe und in welchen Entgeltbericht sie gehören. Deshalb gehört „Vergütung über Grenzen" in beide Systematiken.

Die drei Etappen

Prüfen, aufbauen, pflegen. Angewandt auf Ihre Einsätze.

Etappe 1 · Prüfen: Analysieren Einsatzinventur

Welche Einsätze hatte Ihr Unternehmen in den letzten 24 Monaten wirklich? Aus HR-Daten, Reisekostenabrechnung und Genehmigungen entsteht das Bild: Einsatzarten, Länder, Dauern, Wiederholungsmuster. Meist ist es breiter, als HR annimmt.

ErgebnisEinsatzlandkarte mit den fünf bis acht Fallmustern, die bei Ihnen wiederkehren.
Etappe 2 · Aufbauen: Objektivieren Einsatz-Matrix

Für jedes Fallmuster die Prüfpunkte nach den acht Kriterien: A1-Bescheinigung, Meldung vor dem ersten Arbeitstag, 183-Tage-Regel, Betriebsstättenrisiko, Aufenthaltstitel, Mindestlohn-Dokumentation. Mit Ampel: HR entscheidet selbst, HR entscheidet nach Schema, Fall wird Mandat.

ErgebnisMatrix mit Quelle und Rechtsstand je Prüfpunkt.
Etappe 2 · Aufbauen: Kalibrieren Probelauf und Richtlinie

Zehn echte Einsätze laufen durch die Matrix, mit den Führungskräften, die sie genehmigt haben. Wo die Matrix nicht greift, wird sie nachgeschärft. Daraus entsteht die Mobility-Richtlinie mit Antrag, Genehmigung und Eskalation.

ErgebnisMobility-Richtlinie, die Ihr Team anwendet, nicht nur unterschreibt.
Etappe 3 · Pflegen: Absichern Prüfordner und Mandat

Für jede Einsatzart die Dokumente, die bei einer Prüfung bereitliegen müssen, als Ordnerstruktur. Die rechtliche Bewertung der offenen Fälle übernehmen Partnerkanzleien oder Spezialist:innen für das jeweilige Rechtsgebiet im direkten Mandat. Danach jährliche Pflege: neue Länder, neuer Rechtsstand.

ErgebnisPrüfordner, Eskalationskriterien, Pflegeplan.

Die acht Kriterien

Was bei Pay Transparency die vier Kriterien sind, sind hier acht Prüfdimensionen.

Jeder Einsatz wird entlang derselben acht Dimensionen eingeordnet. Das macht Entscheidungen wiederholbar und, bei einer Prüfung, erklärbar.

Dauer

Tage am Stück, Tage im Jahr, Wiederholung. Die Schwellen von A1, 183-Tage-Regel und Aufenthaltsrecht laufen nicht synchron.

Land

EU/EWR, Abkommensstaat, Drittstaat. Entscheidet über Sozialversicherung, Meldepflichten und Visum.

Tätigkeit

Konferenz, Kundentermin, Projektarbeit, Leitung: Die Grenze zwischen Dienstreise und Beschäftigung verläuft hier.

Arbeitgeberbindung

Bleibt die Weisung beim deutschen Arbeitgeber, oder gliedert sich die Person vor Ort ein? Die Eingliederungsfrage aus dem AÜG.

Sozialversicherung

Ausstrahlung, A1-Bescheinigung, Tätigkeit in mehreren Staaten. Die Systematik hinter den Formularen.

Steuer

183-Tage-Regel mit ihren drei Bedingungen, Betriebsstättenrisiko, Lohnsteuerpflicht im Einsatzland.

Aufenthaltsrecht

Visumfreiheit heißt nicht Arbeitserlaubnis. Titel, Gültigkeit, die Sechs-Monats-Falle bei deutschen Aufenthaltstiteln.

Meldepflichten

Entsendemeldung vor dem ersten Arbeitstag, Mindestlohn-Aufzeichnungen, Dokumente für die Prüfung durch den Zoll.

Was Sie bekommen

Eine Systematik, die bleibt, wenn wir gehen.

  • Einsatzlandkarte Ihrer tatsächlichen Auslandseinsätze der letzten 24 Monate.
  • Einsatz-Matrix mit Prüfpunkten, Ampel und Rechtsstand je Fallmuster, als Arbeitsdatei bei Ihnen.
  • Mobility-Richtlinie mit Antrags-, Genehmigungs- und Eskalationsprozess, abgestimmt mit Ihren Führungskräften.
  • Prüfordner-Struktur je Einsatzart: die Dokumente, die bei Zoll, Rentenversicherung oder Finanzamt bereitliegen müssen.
  • Schulung Ihres Teams über die Academy, damit HR die Standardfälle selbst löst.
  • Rechtliche Prüfung der offenen Fälle durch Partnerkanzleien oder Spezialist:innen aus unserem Netzwerk in Ihrem direkten Mandat.
  • Jährliche Pflege: neue Länder, neue Einsatzarten, neuer Rechtsstand.

Der Einstieg

Die Einsatz-Probe: zehn Einsätze, zehn Arbeitstage.

Wie die Probebewertung bei Pay Transparency: Sie geben uns zehn Auslandseinsätze der letzten zwölf Monate, wir ordnen sie entlang der acht Kriterien ein und zeigen, wo die Matrix greift und wo es ein Mandat braucht. Sie sehen die Systematik an Ihren eigenen Fällen, bevor Sie sich für das Programm entscheiden.

Das Themenfeld ist in Vorbereitung. Produkte und Preise gibt es erst, wenn das erste Themenfeld trägt; bis dahin versprechen wir hier nichts. Wer sich vormerkt, erfährt den Start zuerst.

Dasselbe Ökosystem

Systematik von ARBORA. Prüfung durch Partnerkanzleien und Spezialist:innen. Austausch im Netzwerk. Schulung in der Academy.

Fragen

Was Unternehmen zuerst fragen.

Ist die ARBORA-Methode auf Global Mobility übertragbar?

Die Stellenbewertung nach den vier Kriterien der Richtlinie nicht; sie ist an Stellen gebunden. Übertragbar ist die Arbeitsweise dahinter: analysieren, objektivieren, kalibrieren, absichern. Bei Global Mobility werden statt Stellen Einsätze geordnet, statt Kompetenzen und Belastungen gelten Dauer, Land, Tätigkeit, Arbeitgeberbindung, Sozialversicherung, Steuer, Aufenthaltsrecht und Meldepflichten.

Ist das Rechtsberatung?

Nein. ARBORA liefert Systematik, Prozesse, Werkzeuge und Schulung. Die rechtliche Bewertung des Einzelfalls, etwa ob eine Betriebsstätte entsteht oder eine Meldung fällig ist, übernehmen Partnerkanzleien oder Spezialist:innen für das jeweilige Rechtsgebiet im direkten Mandat Ihres Unternehmens. Die Matrix sagt Ihnen, wann dieser Punkt erreicht ist und wer der richtige Ansprechpartner ist.

Wir haben schon einen Relocation- oder Mobility-Dienstleister.

Der bleibt. Dienstleister erledigen den einzelnen Fall: Visum, Umzug, A1-Antrag. Die Systematik regelt davor, welche Fälle überhaupt entstehen dürfen, wer sie genehmigt und was dokumentiert sein muss. Beides ergänzt sich; die Matrix nennt den Dienstleister als einen der Wege.

Wir haben nur wenige Auslandseinsätze. Lohnt sich das?

Die Prüfung durch den Zoll oder die Rentenversicherung fragt nicht nach der Zahl der Einsätze, sondern nach der Dokumentation des einzelnen. Für wenige Fälle reicht oft die Einsatz-Probe: zehn Einsätze der letzten zwölf Monate, in zehn Arbeitstagen eingeordnet. Und die Einsatzinventur zeigt regelmäßig mehr Fälle, als HR kannte, weil Workation-Tage und verlängerte Dienstreisen nirgends erfasst waren.

Wann startet die Systematik?

Die Bausteine entstehen in der Reihenfolge, die auf der Global-Mobility-Seite steht: Workation-Check, Minikurs, A1-Leitfaden, Entsende-Kit. Die Einsatz-Probe bieten wir dem Gründungskreis der Warteliste zuerst an. Der Start wird an die Warteliste angekündigt.

Vormerken

Als Erste erfahren, wenn die Einsatz-Probe startet.

Tragen Sie sich ein. Sie erhalten das Gründungsangebot für die Global-Mobility-Systematik zuerst, dazu die Kurstermine des Themenfelds. Unverbindlich, jederzeit abmeldbar.

Der Fall ist schon da? Der Zoll hat kontrolliert, die Entsendung soll diese Woche starten, oder jemand arbeitet längst unangemeldet im Ausland? Dann ist die Warteliste der falsche Weg. Schreiben Sie an team@arbora.works mit dem Stichwort „GM-Notfall". Wir melden uns mit Vorrang und sagen Ihnen, ob Ihr Fall ein Werkzeug braucht oder das direkte Mandat bei einer Kanzlei aus unserem Netzwerk.

Wir verwenden Ihre Angaben, um Sie über Kurstermine und das Gründungsangebot im Themenfeld Global Mobility zu informieren (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO, Widerruf jederzeit per E-Mail an team@arbora.works). Weitere E-Mails erhalten Sie nur, wenn Sie das Kästchen ankreuzen. Details in der Datenschutzerklärung.

Formular hat nicht geklappt? Kurze E-Mail an team@arbora.works, wir tragen Sie persönlich ein.

Zwei Systematiken, eine Arbeitsweise.

Pay Transparency ist da, Global Mobility entsteht. Beides nach derselben Logik: Systematik von ARBORA, Prüfung durch ein Netzwerk aus Partnerkanzleien und Spezialist:innen, Austausch im Netzwerk, Schulung in der Academy.